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Der Trockenbau ist ein wesentlicher Bestandteil des modernen Innenausbaus. Er ermöglicht eine schnelle, saubere und flexible Gestaltung von Wand-, Decken- und Raumsystemen. Grundlage jeder Trockenbaukonstruktion sind genau aufeinander abgestimmte Materialien und Komponenten, die hinsichtlich Stabilität, Schallschutz, Brandschutz und Oberflächenqualität höchste Anforderungen erfüllen müssen.
Im Folgenden werden die wichtigsten Materialien und Bauteile des Trockenbaus strukturiert dargestellt und in ihren Eigenschaften, Funktionen und Anwendungsbereichen beschrieben.
Gipskartonplatten stellen das zentrale Element jeder Trockenbaukonstruktion dar und dienen als sichtbare Verkleidung von Wänden, Decken und Vorsatzschalen. Sie bestehen aus einem Gipskern, der beidseitig mit Karton kaschiert ist. Ihre Hauptvorteile liegen in der einfachen Verarbeitung, der geringen Eigenmasse und der hohen Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Anforderungen. Je nach Einsatzbereich kommen verschiedene Plattentypen zum Einsatz:
Die Platten sind in verschiedenen Stärken (meist 12,5 mm) und Formaten erhältlich und lassen sich problemlos schneiden, fräsen und montieren.
Die Unterkonstruktion einer Trockenbauwand oder -decke wird aus kaltverformten, verzinkten Stahlblechprofilen aufgebaut. Sie tragen das Gewicht der Beplankung, ermöglichen den Einbau technischer Installationen (Elektro, Sanitär) und beeinflussen die Stabilität und Verformungssteifigkeit der Gesamtkonstruktion. Es werden verschiedene Profilarten eingesetzt, abgestimmt auf das jeweilige Bauteil:
Je nach statischer Anforderung beträgt die Blechstärke in der Regel 0,6 mm bis 1,0 mm. Die Profile ermöglichen auch den Schallschutz durch die Entkopplung einzelner Bauteile.
Zwischen den CW-Profilen wird Dämmmaterial eingebracht, das sowohl dem Schallschutz als auch dem Wärmeschutz dient. In der Regel wird nichtbrennbare Mineralwolle oder Glaswolle verwendet, die sich durch folgende Eigenschaften auszeichnen:
Diese Materialien verbessern die energetische Effizienz und tragen zur Einhaltung bauphysikalischer Vorgaben bei. Sie sind leicht zu verarbeiten, formstabil und füllen die Hohlräume lückenlos aus.
Dichtungsbänder werden auf die Rückseiten der UW- und UD-Profile aufgebracht, bevor diese an Boden, Decke oder Wand befestigt werden. Sie erfüllen mehrere Funktionen:
Die Bänder bestehen meist aus PE-Schaum oder Bitumen und sind selbstklebend für eine einfache Montage.
Nach der Montage der Gipskartonplatten müssen die Fugen sowie Schraubenköpfe verspachtelt werden. Hierfür kommen spezielle Spachtelmassen zum Einsatz, die in mehreren Qualitätsstufen (Q1 bis Q4) ausgeführt werden:
Die Wahl der Spachtelqualität hat entscheidenden Einfluss auf das spätere Oberflächenbild.
Für die sichere und dauerhafte Montage der Trockenbauelemente kommen eine Vielzahl an Verbindungsmitteln zum Einsatz:
Die Wahl dieser Elemente richtet sich nach der geplanten Last, dem Untergrund und der Art der Konstruktion.
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